23 Oktober 2017

Culatra: Salomonische Lösung für Bewohner

Der jahrelange Kampf der Bewohner der Insel Culatra gegen den ursprünglich verordneten Abbriss ihrer Häuser hat jetzt zu einem Erfolg geführt. Am vergangenen Freitag verabschiedete das Parlament  eine Gesetzesänderung, wonach die etwa 1000 Bewohner des abgeschiedenen Eilands in ihren Häusern, die zum grossen Teil vor Jahrzehnten illegal errichtet wurden, bleiben können. Als salomonische Lösung des Problems  hat das Parlament beschlossen, ein Wohnrecht auf 30 Jahre zu erteilen, das nach Ablauf dieser Zeitspanne verlängert werden kann.
Berechtigt sind allerdings nur die Insulaner, der ihren ersten Wohnsitz auf Culatra haben und dort arbeiten. Das sind hauptsächlich  Fischer und Muschelsammler, die die kleine Gemeinde bilden. 
Alle anderen müssen weichen, wobei allerdings vom Abriss der Häuser in den Plänen zur Requalifizierung der Insel nicht  die Rede ist, wie die kämpferische Präsidentin der Vereinigung der Bewohner von Culatra (AMIC) betont. In den leerstehenden Häusern könnten eventuell junge Leute aus der Gemeinde wohnen, hofft sie.

21 Oktober 2017

Brandkatastrophe: Regierung bewilligt 400 Millionen Euro Soforthilfe

Als schnelle Hilfe für die von der Brandkatastrophe betroffenen Gebiete in Nord- und Mittelportugal hat die portugiesische Regierung heute einen Betrag von 400 Millionen Euro bewilligt. Das Geld wird für den Aufbau der zerstörten Häuser und Firmen sowie für die Forst- und Landwirtschaft bereit gestellt. Nach einer vorläufigen Bestandsaufnahme sind 44 Gemeinden in 10 Distrikten betroffen.
500 Wohnhäuser wurden ganz oder teilweise zerstört, 300 Firmen und 5000 Arbeitsplätze sind betroffen. Die bewilligten 400 Millionen Euro stehen für Sachschäden bereit, sofern nicht eine private Versicherung eintritt.
Noch nicht entschieden hat die Regierung über die Höhe der Entschädigung an die Opfer bzw. Hinterbliebenen des Brandes. Hierzu soll in den nächsten 30 Tagen ein Beschluss folgen. Fest steht jedoch, dass auch die erlittenen Personenschäden ausgeglichen werden.
Quelle: https://www.publico.pt   

20 Oktober 2017

EN 125: Schwerer Verkehrsunfall mit 2 Toten

Bei einem Verkehrsunfall, der sich gestern gegen 06:00 Uhr früh auf der EN 125 ereignete, starben 2 Menschen, drei Personen wurden schwer verletzt. 
Ein 68 Brite und seine 56 Jahre alte Ehefrau fuhren auf der EN 125 von Almancil Richtung Flughafen, wobei sie die erst 2016 neu eingeweihte "Variante Troto" (EN 125 Almancil - Loule)benutzten. In einer schwer einsehbarer Kurve fuhr der Brite auf der linken Fahrbahnseite und stiess frontal mit einem Pick-up Fahrzeug zusammen, in dem drei Portugiesen sassen. Der Zusammenstoss war so stark, dass die Briten sofort tot waren und aus dem Fahrzeug geschweisst werden mussten. Die Strasse war 3 Stunden lang gesperrt, 32 Rettungskräfte und 13 Fahrzeuge waren vor Ort.
Die Polizei geht davon aus, dass der Brite wegen des Linksverkehrs in seinem Heimatland aus Unachtsamkeit auf der falschen Spur gefahren ist.  

17 Oktober 2017

Waldbrände unter Kontrolle - Zivilschutz spricht von 37 Toten

Die verheerenden Waldbrände in Nord-und Mittelportugal sind vollständig unter Kontrolle, das gab heute eine Sprecherin des portugiesischen Zivilsschutzes bekannt. Ab Mittwoch wird auch Regen erwartet, so dass eine Entspannung der Lage vorauszusehen ist.
 Als traurige Bilanz des vergangenen Sonntags sind 37 Tote und 71 Verletzte zu verzeichnen. Von den ursprünglich 7 vermissten Personen konnten 6 Personen aufgefunden werden. Eine etwa 70jährige Frau bleibt weiterhin vermisst.
 Neben den enormen Sachschäden - unzählige Häuser wurden ein Raub der Flammen  - liegt zur Zeit die öffentliche Verwaltung im Zentrum Portugals weitgehend lahm. Alle Behörden, die mit EDV arbeiten wie Notariate, Kataster- und Grundbuchämter und Standesämter können nicht arbeiten. Wann die Schäden behoben werden ist ungewiss.
Inzwischen zeigt sich im ganzen Land neben der Trauer auch Protest und Empörung über das Krisenmanagement des portugiesischen Zivilschutzes. In vielen Stadten wird zu stillen Protestdemonstrationen aufgerufen. An der Algarve haben die Cidadaos de Faro zu einem stillen Protest am Sonnabend, d. 21.10. um 16.00 Uhr im Jardim Manuel Bivar in Faro aufgerufen.

16 Oktober 2017

Portugal unter Schock

Wegen der am Wochenende erneut aufgeflammten heftigen Waldbrände in Mittel- und Nordportugal 
steht die Nation unter Schock und Trauer. Nach den neuesten Berichten des Zivilschutzes (Stand 17.07 Uhr Ortszeit) sind 35 Tote, 56 Verletzte, davon 16 in bedenklichem Zustand, sowie 7 Vermisste Personen zu beklagen. Auch heute - Stand 16.00 Uhr - kämpfen noch 3711 Einsatzkräfte gegen 50 Brände an. Betroffen sind die Gebiete Coimbra, Viseu, Aveiro und Castelo Branco. 16 Strassen sind wegen der Brände gesperrt.
Ministerpräsident António Costa hat für heute abend eine Ansprache an die Nation angekündigt. Er wird nach Medienberichten 3 Tage Staatstrauer anordnen.
Nach Aufzeichnungen des Meterologischen Instituts (ipma) war der September der heisseste Monat seit 87 Jahren.
 Im Juni waren bereits 64 Menschen in Pedograo Grande bei Waldbränden gestorben.

12 Oktober 2017

Cabanas de Tavira: Junger Fuchs narrt Behörden

Ein junger Fuchs am Strand von Cabanas de Tavira sorgt für Aufregung in den portugiesischen Medien. Wie die renommierte Tageszeitung Publico  (mit einem Video von "Fox" am Strand )berichtet, versuchen die Behörden seit einer Woche, das Tier einzufangen. Die Umweltabteilung der Polizei (GNR), die Naturpark-Wächter, die Gemeinde Tavira und die Polícia Marítima sind eingeschaltet. Der schlaue kleine Fuchs, offensichtlich an Menschen gewöhnt, lässt sich jedoch nicht einfangen. Er hat Trinkwasser von Touristen angenommen, auch Hamburger von der Strandgaststätte, sobald ein Aufseher der Naturpark-Verwaltung oder Polizei auftaucht, verschwindet er.
Normalerweise ist es nicht ungewöhnlich, dass im Herbst Füchse aus dem Hinterland auf die Ilha de Tavira oder Barril kommen und sich dort in den Dünen einnisten.
Der kleine Fuchs in Cabanas, der sich nach Augenzeugenberichten schon seit Sommer dort aufhält und von Menschen gefüttert wurde, macht jedoch einen kranken Eindruck. Er ist sehr mager und hat Probleme mit dem Fell. Deshalb haben Touristen in den sozialen Medien gefordert, das Tier einzufangen und "aufzupäppeln". Die Amtstierärztin von Tavira hat erklärt, dass das Tier keine Gefahr für die Gesundheit sei und offensichtlich keine Tollwut hat.
Heute (12.10.) soll ein weiterer Versuch starten, den Fuchs zu fangen. 

11 Oktober 2017

Loulé : Mülldeponie in Cortelha wird erweitert

Die für die Abfallentsorgung an der Algarve zuständige Firma ALGAR wird die Mülldeponie in Cortelha/ Bezirk Loulé erweitern. Nachdem die zwei dort bereits vorhandenen Deponien voll sind, wird jetzt ein dritter Abschnitt gebaut. Hier sollen jährlich 130.000 Tonnen Abfall aus dem gesamten Sotavento - von Faro bis nach Castro Marim - abgelagert werden. ALGAR verspricht, die neue Deponie absolut umweltverträglich und mit Biogasanlage zu bauen. Das 4 Millionen teure Projekt soll in 16 Monaten fertig sein.

08 Oktober 2017

Kulturprogramm "365Algarve" geht in die 2.Runde

Am 04.Oktober wurde in Loulé offiziell die 2. Ausgabe des Kulturprogramms "365Algarve" eröffnet, das in der Nebensaison mit einem umfangreichen Angebot - Musik, Tanz, Theater, Kunst, Literatur und mehr -  Besucher anlocken soll.
Das von Oktober 2017 bis Mai 2018 stattfindende Event bietet 525 Veranstaltungen an, die sich über die 16 Algarve-Gemeinden verteilen. Gesponsert wird das Programm mit 1,5 Millionen Euro von "Turismo de Portugal", wobei federführend die Staatssekretäre für Kultur und Tourismus sind. 
Neben den unzähligen kleineren, aber durchaus interessanten Angeboten, sind sogenannte "Anker-Events" vorgesehen. Dazu gehört LUZA, Festival Internacional de Luz do Algarve am 24. - 26. November in Loulé. Bereits in der vorigen Ausgabe ein Publikumsmagnet war das Festival do Contrabando(Schmuggeln), das vom 23. - 25. März 2018 in Alcoutim stattfindet. In Lagos werden vom 25. - 27. Mai 2018  Algarve Jazz Gourmets Moments veranstaltet.
Vielversprechend klingt das neu im Programm aufgenomme "Ecofest-Festival de Música e Ambiente" vom 04. - 06. Mai in Olhao. Es findet im Nationalpark Ria Formosa statt mit Fado, Flamenco und gastronomischen Angeboten. 365Algarve hat eine eigene website, auf der das Programm abgerufen werden kann.

05 Oktober 2017

Quelfes: Brite stirbt bei Flugzeugabsturz

Im kleinen Ort Quelfes /Bezirk Olhao stürzte heute(05.10.) gegen 17.15 Uhr ein Ultraleichtflugzeug ab. Der alleinige Insasse des Flugzeuges, ein 70 jähriger Brite, kam bei dem Absturz ums Leben. Die Absturzstelle liegt  in der Nähe eines Wohnhauses und eines Restaurants. Im rückwärtigen Teil des Restaurants befindet sich ein kleiner Aero-Club, wo das Flugzeug unkontrolliiert zu Boden stürzte. Die herbeigerufenen Rettungskräfte stellten einen Herzstillstand des Piloten fest.

04 Oktober 2017

Kokain im Wert von 20 Millionen Euro sichergestellt

Kokain im Wert von 20 Millionen Euro haben die portugiesischen Drogenbekämpfer in einer gross angelegten Aktion sichergestellt. Das Kokain von aussergewöhnlicher Reinheit wurde in der Nacht vom 29. auf den 30. September auf einer Segeljacht etwa 600 Seemeilen südlich der Azoren gefunden. Die in Italien registrierte Zweimast- Jacht kam vermutlich aus der Karibik und sollte die Ladung in einem portugiesischen Hafen zwecks Verteilung in ganz Europa bringen. Die Aktion, bei der Marine und Luftwaffe( Verfolgung des Bootes aus der Luft) mitwirkten, war bereits 1 Woche vorbereitet worden. Tipps kamen von den Behörden in Grossbritannien und Italien. Die beiden Skipper, 45 und 58 Jahre alt, aus Italien und Montengro waren nicht bewaffnet und leisteten keine Widerstand. 
Das Segelboot und das in Ein- Kilo Pakete verpackte Kokain wurden in den Hafen von Portimao geschleppt.