22 März 2012

Algarve: Ausbau der EN 125 (vorläufig ?) eingestellt

Die Arbeiten zum Ausbau der Nationalstrasse EN 125, der einzigen Alternative zur mautpflichtigen Autobahn, werden morgen vorläufig eingestellt.
Dies berichtet die Zeitung Sul Informação unter Berufung auf Informationen aus Kreisen der beteiligten Subunternehmer. Diese haben Anweisung, morgen ihre Maschinen und ihre Mitarbeiter von den diversen Baustellen abzuziehen.
Gebaut wird zur Zeit u.a. an einer Abzweigung in Faro, Lagos/Praia da Luz und an der Schaffung diverser Kreisverkehre.
Der Ausbau der unfallträchtigen EN 125 war im März 2008 von der Regierung Socrates versprochen worden. Den Zuschlag für die Arbeiten an der 273 km langen Strasse zwischen Sagres und Vila Real de Santo António erhielt ein Konsortium bestehend aus 4 Firmen. Die Auftragsumme lag bei etwa 400 Millionen Euro. Eine Firma hat inzwischen Insolvenz angemeldet. Die restlichen Firmen haben vermutlich Schwierigkeiten bei der Kreditbeschaffung, zumal die Arbeiten vom Auftraggeber erst nach Abschluss gezahlt werden.
Spekuliert wird auch, dass das Konsortium mit dem Stillstand andere Vertragsbedingungen aushandeln/erzwingen will.
Jedenfalls geht der Bürgermeister von Faro, der auch die Vereinigung der Algarve Gemeinden vertritt, nicht von einem endgültigen Abstandnehmen des Ausbaus der EN 125 aus.
Die Verbesserung der EN 125 war von der portugiesischen Regierung als Argument für die Einführung der Autobahnmaut angeführt worden.
Der Zeitpunkt der Fertigstellung der Arbeiten ist immer wieder hinausgeschoben worden. Die letzte Verlautbarung nannte das 2. Halbjahr 2013. Das dürfte jetzt allerdings Makulatur sein.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wäre ich Verschwörungstheoretiker, würde ich sagen, dass man auf diese Weise die Leute auf die Autobahn zwingen will, um die Mauteinahmen zu erhöhen - die stecken doch alle unter einer Decke.
Aber in ich ja nicht :-)

Anonym hat gesagt…

Da schließe ich mich dem Anonymus anonym an: Das war auch mein erster Gedanke.