01 Januar 2013

Jahresrückblick Algarve 2012 - viel Schatten und wenig Sonne

Die Tourismusregion Algarve schaut auf ein durchwachsenes Jahr 2012 zurück. Zwar konnte der Besucherschwund aus Spanien und dem Inland durch sonnenhungrige Niederländer, Deutsche und Briten ausgeglichen werden. Dennoch beklagen sich Hoteliers und Gastwirte über die mangelnde Konsumbereitschaft der Gäste.
 Schlimmer noch waren die Natur- und Brandkatastrophen, die schwere Schäden verursachten. Im Juli brannten in den Bezirken Tavira und São Brás de Alportel 26.442 Hektar Wald/Buschwerk in der Serra do Caldeirão ab. Im September wurde der Retail Park in Portimão fast vollständig ein Raub der Flammen. Im November zog dann ein Tornado über Lagoa und Silves und zerstörte Häuser und Wohnungen.
Nicht allzu lange Bestand hatte die gut angenommene Fährverbindung Portimão - Funchal. Sie wurde Ende Januar eingestellt. Umweltschützer und Bürger kämpfen gegen den von der Politik beschlossenen Plan, die Lagoa dos Salgados bei Armação de Pêra mit einem Riesen-Tourismusprojekt zu bebauen. Es ist noch offen, ob der Protest Erfolg haben wird.
Ein Schritt in die Zukunft ist sicherlich der Ausbau von Wander- und Radwegen. So gibt es jetzt an der Westküste für Naturfreunde die "Rota Vicentina", ein Wanderweg, der von Santiago de Cacém im Alentejo bis nach Sagres führt. Auch die Versenkung von zwei ausgemusterten Marineschiffen vor Alvor Ende Oktober zeigt in Richtung "Spezialisierung". Mit dem neuen Unterwassertauchgebiet "Ocean Revival" hoffen die Betreiber, das Geschäft in der Nebensaison zu beleben.

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