05 Mai 2013

Portugal: Grundstückseigentümer an Küsten und Flüssen in Sorge

Uralte Gesetze können Grundstückseigentümern mit Land direkt an der Küste oder an einem Fluss eventuell noch Kopfschmerzen bereiten.
 Bereits im Jahr 1864 (!) hatte ein königliches Dekret aus strategischen Gründen  Flächen innerhalb eines Abstandes von 50 Metern entlang der Küste und und 30 Metern entlang Flüssen zu öffentlichem Eigentum erklärt. Im Jahr 2005 wurde diese Bestimmung mit Lei n.º 54/2005 vom 15.11. 2005 bekräftigt. Nur wer bis zum 01.01.2014 bei Gericht nachweist, dass sein Grundstück seit 150 (!!) Jahren in privater Hand ist, wird nicht enteignet.
Die britische Zeitung Algarve Resident spricht in diesem Zusammenhang von "Waterfront robbery". So schlimm wird es nicht kommen. Allerdings muss sich der private Eigentümer, der die (meist wohl unmöglichen) Nachweise nicht erbringen kann, auf die Zahlung von Pacht/Nutzungsgebühren für das "Staats- Gelände" einrichten.
Noch hoffen  Juristen und einige Politiker auf Verlängerung der Frist, was in Zeiten klammer Kassen und weiterer Einnahmemöglichkeiten wohl trügerisch ist.
Die staatliche "Agência Portuguesa do Ambiente" hat die Gesetzesbestimmungen hier noch einmal ausführlich erläutert.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Geht´s denn noch? Nicht genug dass man schon fast jeden Tag von der GNR beim Autofahren überprüft wird, jetzt werden auch noch Gesetze von "anno tobak" bemüht um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Diese Wegelagerei muss endlich Aufhören!!!
Hier versucht doch nur der grösste Abeitgeber Portugals (die bürokratische Verwaltung) mittels Multa seine Inkompetenz zu finanzieren.
Wenn das so weitergeht wird das schöne Wetter das einzige Schöne an Portugal sein, denn dafür kann gottseidank die "Burrokratie" nichts.

Anonym hat gesagt…

Was sollte Portugal wohl zukünftig noch liebenswert machen??? Armut, die überall täglich zu sehen ist, der Staat und die Reichen sahnen hier wirklich noch ab wie in diktat. Zeiten, Troika ist jetzt die beste vorgeschobene Entschuldigung. Polizisten, die wie in einem amerik. Krimi irgentwelche unverhältnismäßigen Aktionen durchführen, die echten Verbrecher aber unbehelligt lassen (z.B 28.4.2013 lächerliche und brutale Flohmarktrazzia).Die Algarve wird immer weniger Touristen haben und die Menschen hier werden arbeitslos sein. Wo soll das hinführen, zurück in uralte Zeiten??? Traurig, traurig der Rückschritt in einem wunderbaren Land ist nicht der richtige Weg. Die Gierigen hat das aber noch nie interessiert, auf der ganzen Welt ruinieren sie die Schönheit und Ursprünglichkeiten.

Anonym hat gesagt…

Der Lebensstandard in Portugal ist eine Illusion, auf Pump finanziert. Hätte Portugal richtig gewirtschaftet, führe die Hälfte der Portugiesen heute noch mit dem Moped.