10 September 2014

Streik: Streit der Sardinenfischer mit der Fa.Docapesca

Die Sardinen -Fang Flotte der Algarve blieb heute aus Protest im Hafen. 51 Fischerboote aus den Häfen Portimão, Quarteira und Olhão liefen nicht aus und drohen, den "Streik" auch in Zukunft fortzusetzen.
Der Stein des Anstosses ereignete sich gestern im Hafen von Portimão. Dort wurde vier Fischerbooten verboten, ihren Fang in der Auktionshalle zu verkaufen. Der Betreiber der Fischereihäfen und Fischauktionshallen, die Firma Docapesca, verlangte von den Fischern plötzlich, die Sardinen kiloweise abzugeben. Bisher war es seit Jahrzehnten üblich, dass die Fischer die Sardinen in grossen Kisten oder Containern, gefüllt mit Eis, auf den Markt bringen. Nach Augenschein und Probe wurde geprüft, ob in der Kiste überwiegend Sardinen oder anderer Beifang vorhanden waren. 
Docapesca verlangt nun, dass die Fische sortiert werden, also nur noch Sardinen in Körben angeboten werden.
Die Fischer leugnen nicht, dass mit den Sardinenschwärmen auch kleine Mengen anderer Fische gefangen werden, die auch im Container landen. Sie halten es aber für unzumutbar, die Fische schon an Bord zu sortieren. Ein Boot fängt etwa 6-7 t Sardinen. 
Im Norden Portugals werden die Fische bereits vor dem Verkauf sortiert.
 Die Algarve -Fischer berufen sich auf ihre Tradition und sind der Meinung, dass die Qualität der Sardinen in Kästen/Containern, gefüllt mit Eis, am besten gewährleistet ist.
Docapesca hat sich zu dem Streit bisher öffentlich nicht geäussert.

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