03 Dezember 2014

Portugal: Wasserversorgung: 23% Verlust durch marode Leitungen


Mehr als ein Drittel des in Portugal verteilten Wassers wird nicht bezahlt. Das geht aus den Daten der staatlichen Regulierungsbehörde für Wasser und Abwasser (ERSAR) hervor. Danach entseht ein Verlust von 160 Millionen Euro jährlich bei der Wasserversorgung. Von 820 Millionen Kubikmetern gelieferten Wasser für Kontinentalportugal werden 285 Millionen Kubikmeter "umsonst" verteilt. 
Die Gründe hierfür liegen vor allem in den undichten Leitungen. So hat die Bürgermeisterin von Silves nach dem gestrigen Unfall in Almação de Pêra  - ein Ehepaar war in ein durch Rohrbruch verursachtes Loch im Bürgersteig 3m  in die Tiefe gestürzt - erklärt, in ihrem Bezirk seien 30 Jahre alte Rohre nicht ersetzt worden und das Problem sei allseits bekannt. Aber auch illegale Abzweigungen spielen eine Rolle. Hierbei wird vor allem der ländliche Bereich im Norden Portugals genannt.
Es gibt aber auch Bereiche, bei denen offiziell nichts bezahlt werden muss. Dass die Feuerwehr freigestellt ist, versteht sich von selbst. Aber auch für Strassenreinigung, Grünflächenbewässerung und Brunnen wird nicht gezahlt. 
Nach den amtlichen Zahlen verteilt sich der jährliche Verlust von insgesamt 35% zu 12 % auf den "Gratisbereich" wie Strassenbewässerung etc., 23% sind Verluste durch Leitungen und illegale Abzweigungen.
Quelle: http://www.publico.pt/
Foto (C):  creativecommons.org/licenses/by/3.0/, Author: Bidgee auf  Wikimedia Commons

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