22 November 2015

Algarve: Luxus-Resort Vale de Lobo im Zentrum eines Bestechungsskandals

 
Das älteste Luxus-Resort an der Algarve, Vale do Lobo, ist in die Schlagzeilen geraten. 
Seit geraumer Zeit berichten portugiesische Medien, dass im Rahmen der Ermittlungen gegen Ex-Ministerpräsident Socrates wegen Korruption und anderen Delikten auch Geldzahlungen über die Manager des Resorts in die Schweiz geflossen sein sollen.
Die Zeitung Publico hat nun  enthüllt, dass das Resort bzw. seine Eigentümer mit Schulden in Höhe von 300 Millionen Euro in der Kreide stehen. Sie stammen alle aus Krediten, die die staatliche Bank Caixa Geral de Depositos - CGD in den Jahren 2006 - 2010 vergeben hat. Die Kredite beliefen sich ursprünglich auf 249 Millionen. Da sie nicht bedient wurden, sind sie mittlerweile auf 300 Millionen angewachsen.
Im Rahmen dieser Geschäfte hat die Bank auch 25% Geschäftsanteile von Vale do Lobo erworben. 
Pikant ist: 
Der ehemalige sozialistische Minister Armando Varo war seinerzeit in der Geschäftsführung der CGD. Ihm wird vorgeworfen, eine Million Schmiergeld erhalten zu haben, um de Resorteignern bessere Konditionen bei den Bankgeschäften einzuräumen. Gegen Vara wird wegen Korruption, Steuerhinterziehung und Geldwäsche ermittelt. Man wird sehen, was bei der "Operation Marques" - so der Deckname - herauskommt. 

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