10 Dezember 2015

Algarve: Kampf gegen geplante Erdölförderung in 14 Gemeinden


Mit heftigen Protest haben sich alle 16 Algarve-Gemeinden gegen die Förderung von Erdöl an der Algarve ausgesprochen. War bisher nur von der Suche von Erdgas und Erdöl im Atlantik vor der Küste im  off-shore Bereich die Rede, hat nun eine im November vergebene Konzession das Fass offensichtlich zum Überlaufen gebracht. Danach hat die Firma PortFuel des aus der Algarve stammenden Geschäftsmanns Sousa Cintra von der Regierung die Konzession erhalten, an Land im Bereich Aljezur und Tavira mit herkömmlichen Mitteln nach Erdöl zu suchen und selbstverständlich im Erfolgsfall auch zu fördern. Die erteilte Erlaubnis umfasst insgesamt das Gebiet von 14 der insgesamt 16 Algarve-Gemeinden (auf der Karte im link braun eingezeichnet).
Das Vergabeverfahren lief nach Angaben der Bürgermeister hinter den Kulissen ohne konkrete Informationen ab - ihrer Meinung nach eine Kundgabe der Verachtung für die Algarve und ihrer Bewohner. Die Gemeinden - im Verband AMAL zusammengeschlossen - wollen mit allen rechtlichen Mitteln gegen die neue Konzession vorgehen. 
Ob es überhaupt zu Erdölbohrungen an Land kommt, dürfte aufgrund des rapide gefallenen Ölpreise fraglich sein. Die Algarve-Bürgermeister haben jetzt erstmal einen Besprechungstermin am 18.12. mit der zuständigen Behörde in Lissabon vereinbart.

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