18 Dezember 2015

Portugal: Kleine Vögel auf dem Speisezettel

 
Eine erschreckende Bilanz zog die Umweltpolizei (GNR) in Faro. Kleine Vögel (Sperlingsvögel) werden trotz Verbots immer noch illegal in Käfigen gehalten und/oder abgeschossen um als "Delikatesse" verspeist zu werden. 
Wie die Polizei jetzt bekannt gab, gab es allein im November an der Algarve drei Einsätze. 
Am 26.11. fanden die Umweltschützer aus Faro 38 tote Vögel  - abgeschossen und offensichtlich für die Gastronomie getötet.
In Tavira wurden 8 Stieglitze noch rechtzeitig entdeckt, um sie in die Freiheit zu entlassen. 
Am 27.11. entdeckte die Polizei eine illegale Käfigzucht mit 84 kleinen Vögeln, bestehend aus 24 verschiedenen Spezies. Die Vögel wurden zunächst zur Begutachtung gebracht, mehr als 70 konnten in die Freiheit entlassen werden. 
Vogelschützer haben wegen der unsäglichen Vogelmahlzeiten die Kampagne "Diga nao aos passarinhos na gaiola e no prato" (Sage nein zu Vögeln im Käfig und auf dem Teller) ins Leben gerufen. Offensichtlich mit Erfolg, denn sowohl der Polizeieinsatz in Tavira als auch in Portimao beruhte auf einer Anzeige.

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