06 Mai 2016

Monchique: Stellvertretender Stadtpräsident zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt

Der frühere stellvertretende Stadtpräsident von Monchique Antonio Mira ist wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder und Dokumentenfälschung zu 5 Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Zusätzlich muss er eine Geldstrafe von 6.000 Euro bezahlen. Ausserdem hat er innerhalb von 4 Jahren an die Gemeinde Monchique die veruntreuten 332.000 Euro nebst Zinsen zu zahlen. Anderenfalls wird die Bewährung widerrufen.
Das Gericht in Portimao sah es als erwiesen an, dass Antonio Mira in der Zeit von 2003 - 2009 insgesamt 7 Veruntreuungen und 4 Dokumentenfälschungen begangen hat. Während seiner Amtszeit als Stadtkämmerer hat er Rechnungen gefälscht, was er auch zugegeben hat. Das so gezahlte Geld wurde dann in Umschlägen an Bedienstete der Stadt "weitergereicht". Nach Angaben von Antonio Mira wurden damit Überstunden und Ferien der Angestellten bezahlt - wegen der Überstunden während der Brandkatastrophe 2003/2004. Antonio Mira, der der sozialistischen Partei angehört, bestreitet, sich persönlich bereichert zu haben. 
Pikant dürfte die Aussage von Antonio Mira sein, dass auch der frühere Stadtpräsident Carlos Tuta  Umschläge an die Angestellten weitergereicht hätte. Carlos Tuta war 27 Jahre lang Stadtpräsident von Monchique.

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