03 September 2016

Seepferdchen: Auf keinen Fall anfassen

Den Seepferdchen, die im Lagunengebiet der Ria Formosa leben, droht eine neue Gefahr. 
Waren bisher Fischfang und Umweltverschmutzung als Ursache des rapiden Rückgangs der Population angenommen worden sind jetzt die immer mehr werdenden kommerziellen  Bootstouren und Urlauber als weiteres Unbill ausgemacht worden. Wie die Biologen des Zentrums für Meereswissenschaften (CCMAR) der Universität Faro festgestellt haben, werden die possierlichen Fische von den Ausflüglern oft in die Hand genommen und berührt. Dies geschieht meist völlig arglos und in Unkenntnis der Folgen für die unter Artenschutz stehenden Tiere, ist aber nur mit Genehmigung erlaubt. 
Seit mehr als 10 Jahren forschen Biologen des Zentrums für Meereswissenschaften über die Seepferdchen in der Rai Formosa. Bereits im Jahr 2000 wurde für die damals zurückliegenden 6 Jahre ein Rückgang von 85% festgestellt. Jetzt ist ein weiterer massiver Rückgang registriert worden.
Den Wissenschaftlern ist es gelungen, Seepferdchen in Aquakultur zu züchten mit dem Zweck, sie in der Ria Formosa auszuwildern.

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