14 Dezember 2016

Algarve: Regierung stoppt Ölförderung

 
Offensichtlich aufgrund der massiven Proteste von Gemeinden und Bürgern gegen eine Erdölförderung an der Algarve ist die portugiesische Regierung jetzt tätig geworden.
Wie die Zeitung Diário de Notícias heute (14.12.) berichtet, ist der Vertrag mit der Firma Portfuel/Sousa Cintra gekündigt worden. Portfuel war von der Vorgänger-Regierung das Recht eingeräumt worden, onshore im Bereich Aljezur und Tavira nach Öl/Gas zu suchen.
Als Grund für die Vertragskündigung wird angegeben, dass Portfuel nicht die vertraglich vorgesehene 3jährige Erfahrung für das Geschäft mitbringt (was vorher wohl niemandem aufgefallen ist) und zudem die erforderliche Haftpflichtversicherung nicht nachgewiesen hat.
Auch der Vertrag mit der Firma Repsol/Partex wird gekündigt. Die entsprechenden Massnahmen sind bereits eingeleitet. Zur Begründung wird angeführt, dass der Arbeitsplan für 2016 nicht erfüllt ist. 
Repsol/Partex hat die Konzession, in der Algarve-Bucht nach Öl/Gas zu suchen. 
Offen ist noch die Konzession an das Konsortium Galp/Eni. Galp/Eni sind berechtigt, etwa 47 km vor Aljezur im Atlantik zu bohren. Hier muss wegen rechtlicher Besonderheiten, für die auch die jetzige Regierung verantwortlich ist, noch abgewartet werden. 
Die Vereinigung der 16 Algarve-Gemeinden AMAL, Bürgerbewegungen und Umweltschützer haben mit grosser Freude die Entscheidung der Regierung begrüsst.
Eine Reaktion der betroffenen Firmen steht noch aus.

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