31 Januar 2017

Fall Maddie: Sieg für Goncalo Amaral

Der jahrelange Streit zwischen den Eheleuten McCann und dem Ex- Kriminalinspektor Goncalo Amaral aus Portimao vor den portugiesischen Gerichten ist heute durch eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Lissabon (Supremo Tribunal de Justica) endgültig beendet worden.
Danach ist Goncalo Amaral nicht verpflichtet, die geforderte Schadensersatzsumme von 500.000 Euro zu zahlen. 
Diese Summe hatten die Eltern der im Mai 2007 an der Algarve verschwundenen Maddie gefordert, weil sie sich von der von Amaral in seinem Buch "A Verdade da Mentira" (auch auf deutsch unter dem Titel "Die Wahrheit der Lüge " erschienen) aufgestellten Behauptung, die Eltern seien in das Verschwinden des Kindes verstrickt und hätten den Kadaver beseitigt, in ihrer Ehre verletzt fühlten.  
Der erbitterte Rechtsstreit begann 2015 vor einem Zivilgericht in Lissabon, das den Eltern McCann die geforderte Summe in 1. Instanz zusprach. Dieses Urteil wurde sowohl in der Berufungsinstanz als auch jetzt von höchsten Gericht aufgehoben. Zur Begründung wird angeführt, dass bei einer Abwägung des Rechts auf freie Meinungsäusserung mit dem Recht auf Ehre die freie Meinungsäusserung überwiegt.

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